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Im Regen erwartet niemand ein Dauergrinsen beim Fotoshooting

18. März 2017

Bernhard Blöchl

Neues Buch, neues Fotoshooting. Mimikmonster wie ich hassen das. Aber zum Glück gibt es ja den zeegaro, den Fotografen meines Vertrauens, einen meisterlichen Bildkünstler und dabei herrlich entspannten Zeitgenossen. Außerdem kam mir das Motto diesmal sehr entgegen: Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint. Eben. Und siehe da: zeegaro ist es – wie schon bei „Für immer Juli“ – gelungen, nicht nur starke, weil kontrastreiche Porträtfotos um mein Anti-Model-Flair herum zu kreieren. Seine verspielten Ideen mit Requisiten haben außerdem zu verblüffend passenden Inszenierungen geführt. Immerhin ist meine Roadnovel auch eine Geschichte über Großbritannien, und Knoppke, der griesgrämige Protagonist, tritt nun mal als Ex-Fußballer mit einst großen Träumen in Erscheinung, als Ex-Fußballer, dem irgendwann die Luft ausgegangen ist.

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Foto-Credit bei Veröffentlichung bitte stets angeben: zeegaro

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Buchpremiere bei Moths

11. März 2017

Bernhard Blöchl

Ein besseres Wetter hätte ich mir nicht wünschen können. Es regnete, den ganzen Donnerstag. Und wenn es zwischendurch mal nicht regnete, dann schossen präpotente Sonnenstrahlen durch die brüchigen Wolkendecken, das hätten die schottischen Wettermacher, denen man ja eine gewisse Magie bei ihrer Handwerkskunst nachsagt, auch nicht besser hinbekommen. Beste Voraussetzungen also für einen literarischen Trip nach Schottland. Beste Voraussetzungen für Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint. Beste Voraussetzungen für eine gelungene Buchpremiere.

Wenn ein Buch erscheint, dann ist das etwas Wunderbares. Wenn man Glück hat (und einen Verlag mit möglichst vielen Vertriebsmenschen, die möglichst motiviert und überzeugend sind), dann liegt es hier und da und da und hier in den Amazon-trotzenden Geschäften und strahlt einen an. Strahlt einen an mit dem Ausdruck eines tapsigen Frischlings, der unbedingt die Welt erobern möchte, aber nicht so recht weiß, wie das geht. Diese Phase ist schön, ohne Wenn und Aber. Noch schöner ist nur der Moment, wenn ein Buch, das gerade erschienen ist, auf die Bühne drängt und fordert, man möge doch bitte auch daraus lesen, damit die Wörter, die es mit sich herumschleppt, ihren Weg in so viele Ohren wie möglich und gerne auch in die angeschlossenen Gehirne finden. Das sei nun mal die Bestimmung eines Romans, also wird’s bald?

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Im Regen erwartet niemand Lesungen

25. Februar 2017

Bernhard Blöchl

Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheintDer Frühling wird gelb! Am 1. März erscheint Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern erscheint. Meine Roadnovel über das wetterwendische Leben mit all den verpassten Chancen und Fast-Momenten. Eine Hymne auf Schottland, Wuppertal und, eh klar: auf die ganz große Liebe.

Wenn so ein Buch nach monatelanger, nein, jahrelanger Entstehungsgeschichte endlich erscheint, dann ist das ist eine sonnenstrahlenschöne Sache. Den Roman zu zelebrieren, das geht am besten auf der Bühne, bei Lesungen. Ein paar Auftritte stehen bereits fest, unter anderem in München (9. März, 31. Mai), Unterhaching (13. Mai) und Schwabmünchen (25. Oktober). Unter Termine gibt’s die Details. Weiterlesen

Zu Besuch beim Zwischenweltenbummler

5. Januar 2017

Bernhard Blöchl

Warum ich meinen Job liebe, Teil 234: Neulich besuchte ich Heinrich Steinfest in Stuttgart, um mit ihm über den Bayerischen Buchpreis, seinen Roman „Das Leben und Sterben der Flugzeuge“ (mein persönliches Buch des Jahres, aber das nur nebenbei), sein Werk und das Schreiben zu sprechen. Steinfest, ein Wiener durch und durch, ist der surrealste Zwischenweltenbummler, seit es Schriftsteller mit Flugangst gibt, die Worte für das Unsichtbare finden und Romane mit „Oha!“ eröffnen. Das Gespräch dauerte zwei Stunden, es hätten durchaus noch zwei mehr sein dürfen. Das Foto mit der Meise ist übrigens in seinem Arbeitszimmer entstanden. Erste Assoziation von uns beiden, klar: „Steinfest hat nen Vogel.“

steinfest Weiterlesen

Kulturparade 2016

27. Dezember 2016

Bernhard Blöchl

Das alte Jahr weht davon, das neue lauert listig. Listen helfen, ein wenig Struktur ins Verblassen zu bringen, insbesondere beim Kulturkonsum (2016: 57 Kinofilme, 19 Bücher und zig CDs). Auf Lieblingssaetze.de, meinem 2011 eröffneten Museum der schönen Sätze, bringe ich Lieblingsbücher und Lieblingsplatten in eine subjektive Reihenfolge. Alle Jahre wieder. Hier meine Kulturcharts 2016 mit den besonders wirkungsvollen Werken (ein paar davon haben es mit ihren ersten Sätzen oder Songzeilen ins Museum der schönen Sätze geschafft).

buecher2016

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Im Regen braut sich was zusammen

2. Oktober 2016

Bernhard Blöchl

im-regen_cover_webNeues aus der Schreibwerkstatt: Bald, ganz bald, erscheint mein zweiter Roman, hurra! Die Roadnovel mit dem umweglangen Titel schlingert sich größtenteils durch Schottland, die Protagonisten heißen Knoppke und Sam, Chelsea und Diego. Tiere spielen in dem tragisch-komischen Abenteuer ebenso eine Rolle wie die verpassten Chancen des Lebens. Und die große Liebe, natürlich, die ist der Motor, der noch viel kraftvoller daherkommt als der sonnengelbe Ford Transit, mit dem Knoppke vom Hasenbergl aus ins regennasse Nichts aufbricht.

„Das Nichts hatte offenbar keine Verwendung für Knoppke, denn zu seinem Bedauern befand er sich noch immer hier, neben einer überdrehten Landstreicherin, deren Ausdrucksweise er nicht verstand, mit Bröseln auf der Jacke, die zu warm war für den sonnigen Tag, das Duftgemisch von französischem Gebäck und internationalen Abgasen in der Nase, und Knoppke dachte, c’est la vie!“ 

Ein Midlife-Mann neben der Spur, dazu eine Herumtreiberin mit Silberblick, eine wutschäumende Ex in spe und jede Menge Überraschungen. Im Frühjahr 2017 bei Piper Paberback. Mehr zum Entstehungsprozess des Romans habe ich hier skizziert.

„Man sollte viel öfter viel weniger erwarten.“ (Egor Knoppke)

Fix ist nix. Auf Schlingerkurs zum zweiten Roman

7. August 2016

Bernhard Blöchl

Berlin und ich, wir werden nicht warm. Wie mich der Schlingerkurs meiner Roadnovel auf geradezu surreale Weise real eingeholt und von Berlin zurück nach München gebrach hat: Ein verlegerischer Chaos-Trip mit mehr Plot-Twists, als einem Romanautor lieb sein kann.

SonotBerlin

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Sattes Interview in der Freien Presse

6. August 2016

Bernhard Blöchl

Hurra, die geschätzten Kollegen mögen Lieblingssaetze.de! Die Freie Presse in Chemnitz hat mit mir vor kurzem ein seitengroßes Interview geführt. In dem schönen, verschmitzten und kritischen E-Mail-Austausch mit Katharina Leuoth geht es um die Essenz brillanter Textanfänge, die Entstehung des Museums und um ärgerliche Schreibfehler. Den ersten Satz meines kommenden zweiten Romans hat mir die Redakteurin ebenfalls entlockt.

Hier geht’s zur Online-Version des Interviews. Danke für den Beitrag!

via Lieblingssätze in der Freien Presse — Zur Sache, Sätzchen!

SZ-Kolumne: Vorschlag-Hammer (45)

24. Juni 2016

Bernhard Blöchl

Hingehen, fernbleiben, Lieblingsfluchten. Unter dem – nun ja – Schlagwort „Vorschlag-Hammer“ schreiben SZ-Autoren auf, welche Münchner Kulturveranstaltungen sie empfehlen (und vor welchen sie warnen). Hier mein 45. Teil vom 24.6.2016:

VORSCHLAG-HAMMER
Midlife ohne Mitleid

Neulich begab ich mich auf eine Reise, um mich vom Älterwerden abzulenken. Ich tat das im vollen Bewusstsein, dass die Null eine neue Ziffer davor mit sich bringt. Aber man kann sich das zumindest schönurlauben. So dachte ich vor dem Trip. Nun ist Amsterdam eine tollkühne Stadt, keine Frage, aber mit 40 fühlt man sich dort wie vieles, nur nicht das: jung. Weil die meisten jünger sind. Um den Dam wuseln die Studenten, in den Bars und Clubs sowieso. Aus den Coffeeshops dringt der süßlich-gallige Duft, der die ganze Stadt einlullt, und für die Stakkato-Beats frischer Dubstep-Tracks scheinen die Niederländer ebenfalls eine Schwäche zu haben. Schließlich entdeckte ich einen Ort, wo Alter keine Rolle spielt.

EyeDas Filmmuseum am Nordufer des Meeresarms Ij ist sowohl architektonisch als auch cineastisch beeindruckend. Der futuristische Neubau, „Eye“ genannt, birgt diverse Ausstellungen und mehrere Kinosäle, in denen alte Filmkunst und junge Avantgarde groß herauskommen. Eine Welt für sich, für Freunde des Kinos.

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Für immer Juli im Juni

9. Juni 2016

Bernhard Blöchl

Es gibt ja solche und solche Lesungen. Solche sind mir lieber. Da veranstaltet das Hotel Hochschober eine Männerwoche, und man wird eingeladen, aus seinen Büchern zu lesen („Für immer Juli“ und „Schluss mit luschig!“). Am Tag danach darf man die Füße hochlegen, im Restaurant schlemmen, in den See springen, oder sich an die Bar verdrücken. Quasi Freude für alle Sinne. Danke dafür, es war mir ein Vergnügen.